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The Haunted Sessions

Seit Tagen fällt unablässig Regen und Schnee in ganz Südtirol, viele Straßen sind gesperrt, der Zivilschutz hat sich mancherorts eingeschaltet, es wird geraten zu Hause zu bleiben. Eigentlich perfekte Bedingungen für einen gemütlichen Sofa-Abend (insofern die Stromversorgung nicht gerade unterbrochen ist), wäre da nicht „The Haunted Sessions“ im kuba gewesen…

Unschöne Voraussetzungen also für das Konzert am 15. November, welches sich aber trotzdem als denkwürdiger Abend entpuppte – und das lag vor allem an der hohen musikalischen Qualität!

Die Münchner Stoner Metal Band Swamp hatte die Reise auf sich genommen, um den Konzertabend zu eröffnen. Man möchte kaum glauben, dass die Band erst seit 2017 besteht und somit ja quasi noch in ihren Kinderschuhen steckt–dem schien nämlich absolut nicht der Fall zu sein! Die vier Musiker haben ihren Sound bereits gefunden und sie überzeugten im kuba mit einer gewaltigen Ladung schwerer Riffs, einem bassigen Sound und einer schönen Kombination aus Gesang und Shouts.  Eine Italien – Premiere, die sich sehen und hören lassen konnte!

Als nächstes waren die Bozner Slowtorch an der Reihe, welche, anders als Swamp zuvor, etliche Jahre an Erfahrung vorzuweisen haben (2020 steht das Jubiläum zum 15-jährigen Bestehen der Band an). Die Südtiroler Stoner-Metal Größen hatten es offensichtlich geschafft, einen guten Teil ihrer Fanbase trotz des Wetters zu überzeugen, ins kuba zu kommen. Vor der Bühne wurden immer mehr Lücken geschlossen und das Publikum eröffnete sogar den ein oder anderen Mosh – Pit. Als das Intro – Riff des Songs „Piledriver“ vom letzten Release „Serpente“ (2014) ertönte, folgte zustimmender Jubel aus den ersten Reihen! Doch nicht nur akustisch sondern auch visuell machte Slowtorch einiges richtig: Vor allem Sänger Matteo Meloni bleibt mit einer sehr charismatischen Bühnenperformance in Erinnerung.  Insgesamt ein sehr gelungenes Konzert des Quartetts, von dem wir uns in naher Zukunft sehr über neue Musik freuen würden!

Headliner des Abends war die aus Venetien stammende Doom – Band Messa. Die vier Musiker*innen haben italienweit und darüber hinaus auf eine große Anhängerschaft zu verweisen   und genießen aufgrund ihrer originellen, fesselnden und wundervoll komponierten Musik hohes Ansehen in der Szene.  Schon im Vorfeld hatte man sich sehr gefreut, die Band im kuba begrüßen zu dürfen, die Spannung war dementsprechend hoch. Bereits die in schlichtem dunkelrot gehaltene Bühnenoptik ließ vermuten, dass bei Messa die Uhren etwas anders ticken. Statt mit hektischen Lichteffekten und einem ununterbrochenen Konzertgewitter ging es Messa mit ihrem bedachten Konzept darum, eine Stimmung zu schaffen, die das Publikum auf eine ganz eigene Reise mitnehmen sollte. Eröffnet wurde das Set mit dem Song „Leah“ vom aktuellen Album „Feast For Water“ (2018), welches übrigens ein absolutes Muss für jede*n Musikliebhaber*in ist, egal ob man mit Doom/Stoner vertraut ist oder nicht. Darauf folgte ein Mix aus der eben genannten Platte, sowie dem älteren Album „Belfry“ (2016), auf dessen Cover der versunkene Kirchturm des Reschensees abgebildet ist. Charakteristisch für Messas Auftritt war die unglaubliche Präsenz und technische Meisterhaftigkeit von Sängerin Sara, welche mit teils sanfter und teils wild entschlossener Stimme alle in ihren Bann zog.  Lead – Gitarrist Alberto sorgte mit seinen bluesigen Soli für offene Kinnladen und bediente gleichzeitig sein Rhodes Piano für die vielen atmosphärischen Passagen. Für den gewaltigen Basssound sorgte Marco, der seine schweren Riffs abwechselnd auf Bass und Gitarre einspielte. Mistyr am Schlagzeug trug mit seiner Spielweise zur unglaublichen Dynamik der Band bei, welche sowohl mit den sanftesten als auch mit den härtesten Tönen brillieren konnte. Alles in allem ein einmaliges Schauspiel, welches man zumindest einmal im Leben gesehen und vor allem gehört haben sollte!

Das kuba Nightlife Team bedankt sich bei allen Bands und Besucher*innen, welche trotz (und das gehört sich noch einmal zu betonen) der miesen Wetterverhältnisse ins kuba gefunden haben, um Teil dieses besonderen Abends zu werden!

Wir freuen uns, am 29. November in Kollaboration mit Upload, Poison For Souls und Highscore Tattoo Shop Gastgeber des Konzertes mit Il Buio (Punk, Indie/ Vicenza), Kala (Post Hardcore/ Tirol), Humus (Punk, Post Hardcore/ Trient) und Last Chance (Hard Rock/Bozen) sein zu dürfen. Bis dann!

All pics by Helmut G.

The Haunted Sessions

Band Proberäume die neue Kuba Bar