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Polar w// LIR, Parhelion

Am 7. Februar 2020 kam es bereits zum ersten großen Live- Konzert- Highlight des Jahres: Niemand Geringeres als die englische Hardcore – Band „Polar“ machte auf ihrer Europa – Tour einen Abstecher ins Kuba, unsere Local Heroes „LIR“ und „Parhelion“ waren mit am Start. Ermöglicht wurde das Konzert durch eine Zusammenarbeit des Kuba Nightlife mit Avocado Booking und der Hellfire Booking Agency.

Die Vorfreude war riesig, unter anderem weil es mit „Polar“ zum ersten Mal gelungen war, eine in der Hardcore- Szene international bekannte Band nach Kaltern zu locken. Die Musiker waren noch im November auf der Impericon Never Say Die Tour unterwegs und starteten Ende Jänner einen zweimonatigen Tour -Zyklus durch ganz Europa, der sie unter anderem nach Kaltern führen sollte.

Pünktlich um 21:00 Uhr betraten Parhelion die Bühne und der Konzertsaal des Kellers füllte sich! Die vier Musiker präsentierten Songs ihrer 2014 erschienenen ersten EP , sowie neues Material, darunter den kurz vor der Veröffentlichung stehenden Song „Geist“. Mit einer brisanten Mischung aus Death- Thrash- und Metalcore und dem unverkennbaren und zutiefst bösen Geschrei von Sänger Daniel „Pici“ Picinelli brannten sich Parhelion ins Gedächtnis der Zuhörer*innen. Als bei „Der letzte Kuss“ Ferrero Küsschen verteilt wurden, öffneten sich im Publikum nicht nur die Gehörgänge sondern auch so manches Herz. Eine schöne Anekdote: Der Song „Wehmut“ wurde dem im Dezember verstorbenen Freund Michael Stedile gewidmet.

Weiter ging es mit der Bozner Hardcore – Formation LIR. Die junge Truppe hatte 2019 mit „Walking Through Endless Roads“ eine unglaublich vielversprechende Debut- EP veröffentlicht und seitdem immer wieder live bewiesen, dass sie zu den talentiertesten Bands der Region zählen. Der Sound der Bozner ist modern, melodisch und aggressiv, geprägt von Breakdowns, Rythmuswechseln, atmospherischen Gitarreneffekten und dem ein oder anderen für Hardcore untypischen Blast-Beat. Sänger Mauro Tiozzo musste unfallsbedingt mit Beinschiene auftreten, machte die Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit aber mit seinen kompromisslosen Shouts wieder wett. Am Schlagzeug verrichtete Fabio „Tranky“ Tranquillini harte Arbeit: So wie er in die Trommeln reinknüppelte bekam man fast schon vom Zusehen Muskelkater. Ein gewaltiger Auftritt einer Band, die noch sehr viel vor sich hat!

Nachdem Parhelion und LIR ordentlich vorgelegt hatten, war es nun für Polar an der Zeit, die Bühne an sich zu reißen. Die Briten hatten 2019 ihr neues Album „Nova“ auf den Markt gebracht und bauten ihr Live-Set um die neue Platte auf. Was auf den Aufnahmen schon massiv klingt, wurde nun im Kuba - Keller noch eine Spur brachialer rübergebracht: diese Musik wurde geschrieben, um live gespielt zu werden! Von der ersten Sekunde an lieferten Polar unglaublich viel Energie, welche sich sofort ins Publikum übertrug. Die Textsicherheit so mancher Besucher*innen konnte sich wahrhaft sehen und hören lassen, was aber angesichts der sehr eingängigen Refrains mancher Songs gar kein Wunder war. Mit Stücken wie „Cradle“, „Breathe“ oder „Blood For Blood“ sorgten Polar für absolute Gänsehaut – Momente, wozu Sänger Adam „Woody“ Woodford mit seiner charismatischen Stimme und Bühnenpräsenz maßgebend beizutragen hatte. Selten sieht man Sänger, die sich mit solch einer Überzeugung die Seele aus dem Leib schreien: Wie das zwei Monate lang gut gehen soll, weiß nur er. Gegen Ende des Sets ertönte die Melodic Hardcore Hymne  „Black Days“ und das halbe Publikum fühlte sich in einer Welle von Nostalgie sechs Jahre zurückversetzt. Mit „Drive“ wurde dem Sahnehäubchen noch eine prächtige Kirsche aufgesetzt, bevor die Band ihre Fans am Merchstand zum Plaudern begrüßte.

Das Kuba bedankt sich bei den Bands, beim Kuba Nightlife Team, den Fotografen und den zahlreich erschienenen Gästen für einen wirklich besonderen Abend! Dank dem Zusammenhalt aller Beteiligten und der ganzen Szene, ist es uns möglich, solche Konzerte auch weiterhin mit viel Freude zu organisieren. Bis zum nächsten Mal!

 

Pictures by Helmut Gross (@helmut.gross.photography)

Polar w// LIR, Parhelion

Band Proberäume die neue Kuba Bar